Für gewöhnlich müssen Diabetiker sich mehrmals täglich mit einem Pen oder einer Spritze Insulin zuführen. Mit einer Insulinpumpe ist dies nicht mehr notwendig. Es handelt sich dabei um ein kleines Gerät, welches am Körper getragen wird und eine Insulinampulle enthält, aus welcher über eine Infusionsnadel das Insulin ins subcutane Fettgewebe appliziert wird.
Vorteile hierbei sind einerseits die einfache Handhabe, andererseits die langsamere Abgabe des Insulins in kleineren Dosen über einen längeren Zeitraum, was zuverlässiger einen stabilen Blutzuckerspiegel gewährleistet und ein geringeres Risiko für Folgeschäden bedeutet.
Natürlich kann eine Insulinpumpe nicht die Bauchspeicheldrüse ersetzen, es ist also weiterhin notwendig, den Blutzucker zu messen und den Insulinbedarf zu bestimmen. Pumpen, die auch das Messen und Berechnen selbst übernehmen, befinden sich derzeit noch in der Entwicklung.
Da die Therapie mit der Insulinpumpe deutlich höhere Kosten verursacht als die Verwendung der üblichen Pens und Spritzen, kann die Anschaffung nur dann von der Krankenkasse übernommen werden, wenn Arzt einen überzeugenden Grund für die Verordnung sieht. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn das Spritzen die Lebensqualität des Patienten massiv einschränkt oder ihn aus intellektuellen oder psychischen Gründen überfordert.
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